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FAQ

Häufige Fragen zur Salzanlage

Alle Fragen rund um die Salzanlage — von der Elektrode bis zum Redox-Wert.

Nicht empfohlen — außer du weißt genau was im Wasser steckt. Brunnenwasser enthält oft hohe Mengen an Eisen (0,5–4 mg/l) und Mangan. Das Problem: Beide Stoffe sind im frisch eingefüllten Wasser unsichtbar. Sobald Chlor dazukommt, oxidieren sie — das Wasser wird braun (Eisen) oder schwarz-braun (Mangan). Zusätzlich ist Brunnenwasser oft sehr kalkhaltig und hat einen abweichenden pH-Wert der schwer einzustellen ist.

Was du stattdessen tun solltest: Leitungswasser verwenden. Es unterliegt der Trinkwasserverordnung, hat kontrollierte Eisen- und Manganwerte und einen stabilen pH-Wert — die beste Grundlage für klares Poolwasser.

Wenn Leitungswasser keine Option ist: Brunnenwasser vorher laborieren lassen (ca. 15–50 €). Bei Eisenwerten unter 0,3 mg/l ist eine Befüllung möglich — aber nur mit Sandfilter, nicht mit Kartusche oder Desjoyaux. Bei höheren Werten ist eine Enteisungsanlage oder Leitungswasser die einzige sichere Lösung.

Das ist kein Fehler — sondern ein Systemmerkmal. Die Elektrolyse produziert neben Chlor auch Natronlauge, die den pH systematisch anhebt. Salzanlage-Besitzer müssen den pH mindestens 2–3× pro Woche messen und regelmäßig pH-Minus einsetzen.

Anlage ausschalten, Zelle ausbauen, in verdünnter Zitronensäure (1 EL auf 1 Liter Wasser, 30–60 Min) oder Salzsäure 1:10 (10–15 Min) einweichen. Niemals bürsten oder kratzen — das zerstört die Beschichtung irreversibel. Danach gründlich abspülen.

Der Redox-Wert (mV) misst die Desinfektionskraft des Wassers. Sollbereich: 650–720 mV. Unter 550 mV ist die Keimtötung gefährlich langsam — der Pool kann kippen. Redox wird von pH, CYA und Elektrodenzustand beeinflusst. Bei CYA über 30 ppm kann die Redox-Messung unzuverlässig werden.

Bei Wassertemperaturen unter 15–16°C. Bei niedrigen Temperaturen sinkt die Leitfähigkeit des Salzwassers — die Anlage kompensiert mit höherer Stromstärke und schadet dabei der Elektrode. Unter 16°C auf manuelle Chlordosierung wechseln oder den Pool einwintern.

Nein — das ist ein häufiger Irrtum. Eine Salzanlage erzeugt Chlor aus Salz durch Elektrolyse. Das Wasser enthält Chlor — es wird nur automatisch vor Ort produziert statt manuell zugegeben. Der Vorteil: weniger Chloramine, angenehmeres Badegefühl, kein Chlorgeruch.