Häufige Fragen zum Sandfilter
Alle Fragen rund um den Sandfilter — vom Rückspülen bis zum Sandwechsel.
Nicht empfohlen — außer du weißt genau was im Wasser steckt. Brunnenwasser enthält oft hohe Mengen an Eisen (0,5–4 mg/l) und Mangan. Das Problem: Beide Stoffe sind im frisch eingefüllten Wasser unsichtbar. Sobald Chlor dazukommt, oxidieren sie — das Wasser wird braun (Eisen) oder schwarz-braun (Mangan). Zusätzlich ist Brunnenwasser oft sehr kalkhaltig und hat einen abweichenden pH-Wert der schwer einzustellen ist.
Was du stattdessen tun solltest: Leitungswasser verwenden. Es unterliegt der Trinkwasserverordnung, hat kontrollierte Eisen- und Manganwerte und einen stabilen pH-Wert — die beste Grundlage für klares Poolwasser.
Wenn Leitungswasser keine Option ist: Brunnenwasser vorher laborieren lassen (ca. 15–50 €). Bei Eisenwerten unter 0,3 mg/l ist eine Befüllung möglich — aber nur mit Sandfilter, nicht mit Kartusche oder Desjoyaux. Bei höheren Werten ist eine Enteisungsanlage oder Leitungswasser die einzige sichere Lösung.
Nicht nach Kalender sondern nach Manometer. Zeigt es 0,3–0,5 bar mehr als im gereinigten Zustand: rückspülen. 3–5 Minuten rückspülen, dann 2–3 Minuten nachspülen. Zu häufiges Rückspülen ohne Grund verschwendet Wasser und Chemie.
Filterglas filtert feiner als Sand (3–5 µm statt 20–30 µm), verklumpt nicht und hält länger (8–10 Jahre statt 3–5 Jahre). Die Bedienung ist identisch — Rückspülen und Flockungsmittel sind bei beiden erlaubt. Der Nachteil: Filterglas ist teurer in der Anschaffung. Wer seinen Sand wechseln muss kann problemlos auf Filterglas umsteigen — gleiche Anlage, gleicher Betrieb.
Als Faustregel alle 3–5 Jahre. Anzeichen: der Druck normalisiert sich nach dem Rückspülen nicht mehr, das Wasser bleibt trüb obwohl alles stimmt, Sand im Pool. Bei Filterbällen gelten andere Regeln — diese müssen nicht getauscht sondern nur gereinigt werden.
Ja — aber Filterbälle haben andere Regeln. Kein Rückspülen möglich: sie verstopfen das Mehrwegeventil. Kein Flockungsmittel. Filterbälle müssen manuell ausgebaut und unter fließendem Wasser oder in der Waschmaschine gewaschen werden.
Entweder ist der Sand oder das Filtermaterial verbacken und muss gereinigt oder getauscht werden, oder die Rückspülleitung ist verstopft. Nach dem Rückspülen sollte der Druck auf den Ausgangswert fallen. Tut er das nicht: Filter öffnen und Sand prüfen.
Nein — Flockungsmittel ist bei Filterbällen verboten. Es verstopft das Material dauerhaft. Flockungsmittel funktioniert nur bei echtem Sand oder Filterglas.
Faustregel: Wassertemperatur ÷ 2 = tägliche Filterstunden. Bei 26°C also ca. 13 Stunden. Bei grünem oder trübem Wasser: Dauerlauf. Mehr Details im Filterzeiten-Rechner.